"Sie hat es verdient, extra genannt zu werden" ...

sagen die beiden Frauen, mit denen ich verabredet bin – Dr. Hannelore Kauffelt und Evelyn Eisenblätter, ehemalige und gegenwärtige Leiterin der Nachbarschaftsbibliothek in Französisch Buchholz. Diese wird seit 12 Jahren, nachdem die kommunale Bibliothek geschlossen wurde, ehrenamtlich von einem eigenen Verein betrieben. Die attraktiven Räume in der Cunistraße stellt eine private Wohnungsbaugesellschaft kostengünstig zu Verfügung; Miete und Nebenkosten trägt das Bezirksamt.

Der gesamte Verein mit seinen 25 Mitgliedern hätte es verdient, dass seine langjährige verlässliche Arbeit vorgestellt und gewürdigt wird. Mehr erfahren Sie unter: www.nachbarschaftsbibliothek-buchholz.de

Ursel Ortscheid steht stellvertretend für alle!

Mit Erreichen des Rentenalters 2003 hatte sie sich vorgenommen: mehr Sport, ehrenamtlich arbeiten und Ausstellungen besuchen. „Ich gehe gerne ins Kino und in Ausstellungen. Das brauche ich. Da fahre ich auch nach Frankfurt oder Potsdam, wenn’s mich interessiert.

Frau Ortscheid hat vor ihrem Studium der Kulturwissenschaften Bibliothekarin gelernt. Da war es nur eine Frage der Zeit, dass sie nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Kinder- und Jugendzirkus "Cabuwazi“ in einer Bibliothek landete. Und eine ausschließlich ehrenamtlich geführte ist ihre Sache, hier ist sie richtig!

Ich kümmere mich überwiegend um die Kinderbücherei und arbeite den Bestand ein.“ Mit zwei Gruppen aus einer Kita und zwei Schulklassen – alle aus der Nachbarschaft – führt sie vier Mal im Monat eine Lesestunde durch. Über einen Zeitraum von einem Schuljahr begleitet sie auf diese Weise z.B. eine Schulklasse. Und viele Kinder danken es ihr, indem sie als eigenständige junge Leser die Nachbarschaftsbibliothek eifrig besuchen.

Das mit den Kindern – das ist mein Spaß.

Auch ältere Nachbarn und Mütter mit Kindern werden gerne beraten oder auch ein Buch reserviert, von dem sie weiß, dass es gern gelesen würde. Ursel Ortscheid ist für die Wandzeitung mit verschiedenen Themen - z.B.: das haben wir für ihre Spende an Büchern angeschafft - und die Statistik zuständig. Und sie bietet Besuchern einen Stuhl an, sie kümmert sich um die Vervielfältigung von Flyern und der Leserausweise, sie fegt den Schnee zur Seite, damit keiner fällt… kurz, sie tut, was ihrer Meinung nach notwendig ist.

Frau Ortscheid kommt seit acht Jahren an jedem Mittwoch von 10 bis 19 Uhr, manchmal auch mehrmals pro Woche, aus Johannisthal nach Französisch Buchholz. Gespräche in der Familie machten sie darauf aufmerksam. Ein langer Tag und ein weiter Weg… „In meinen Arbeitstätigkeiten habe ich viel gelernt, es war stressig, aber immer eine gute Zeit. Das brauche ich.

Und die ehrenamtliche Tätigkeit in der Nachbarschaftsbibliothek steht für sie da in derselben Reihe…

Ursel Ortscheid sagt von sich, dass sie viel Gutes erlebt und viel Glück in ihrem Leben hat.

So soll es weitergehen – für Ursel Ortscheid und die Nachbarschaftsbibliothek!

 

KS

 

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