“WENN ICH INS HEIM MÜSSTE, WÜRDE ICH DORTHIN GEHEN“,

sagt Renate Kazubke. Sie will natürlich möglichst nicht, wie wohl die meisten Menschen, aber wenn, dann ginge sie ins Elisabeth-Diakoniewerk in Niederschönhausen. Etwas Besseres über ein Pflegeheim kann man wohl nicht sagen!

Frau Kazubke ist vor knapp 20 Jahren Rentnerin geworden, wollte noch weiterhin aktiv sein und war für fünf Jahre Schöffin am Landgericht Berlin-Moabit.

2006 wurde sie Mitglied der Seniorenvertretung Pankow und scheidet im Frühjahr 2017 aus dieser Tätigkeit aus. Hier ging sie zu Weiterbildungen und lernte eine Menge über politische Arbeit mit und für Senioren. Im Rahmen der Seniorenvertretung wurde sie Verbindungsfrau zu zwei Pflegeheimen, um vor Ort genaueres zu erfahren und möglicherweise mittels demokratischer Möglichkeiten einzuwirken. Im Elisabeth-Diakoniewerk der Stephanus Wohnen und Pflege gGmbH war und ist sie vom Klima im Haus sehr angetan: „Da passiert was, alle sind freundlich. Die Mitarbeiter und Bewohner fühlen sich wohl, das merkt man.“ Frau Kazubke wollte bald mehr als nur Zuhörerin sein und wurde vor zwei Jahren Mitglied des sechsköpfigen Heimbeirates, das einzige Mitglied, das nicht im Heim wohnt. Das ist eine Auszeichnung!

„Ich bin dort gut akzeptiert. Wir treffen uns monatlich und reden über geplante Veränderungen und Veranstaltungen oder über Dinge, die verbessert werden sollten.“

Renate Kazubke findet die musikalischen und kreativen Angebote für die Bewohner sehr gut und ist bei Festen, Arbeitseinsätzen und interessanten Ausstellungseröffnungen dabei. „Die Arbeit in der Einrichtung macht mir viel Freude, da kann ich was bewirken. Wichtig sind mir ebenfalls bessere Bedingungen der Heimbewohner im öffentlichen Raum wie Absenken von Gehwegen oder rollstuhlgerechte Auffahrten.“

Auch als Heimfürsprecherin für die Tages- und Kurzzeitpflege, berufen vom Landesamt für Gesundheit und Soziales, wirkt sie für die Interessen der Pflegebedürftigen.

Frau Kazubke war mehr als 30 Jahre Erzieherin und Leiterin in Kindergärten. Sie weiß, wie Menschen zu begeistern und zu erfreuen sind. Gemeinsam mit ihrem Mann kümmert sie sich um ihren Garten, um die Enkelkinder und geht tanzen. Seit vielen Jahren leitet sie einen Gymnastikkurs und ist seit einem Jahr Mitglied einer Sozialkommission in Pankow. „Mich um die alten Menschen zu kümmern, ist mir wichtig.“

Renate Kazubke ist eine agile Frau, die gerne etwas Neues ausprobieren mag. Das soll noch lange so bleiben!

KS

 

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