„Es gibt im Leben Momente, wo jemand sagt „jetzt helfe ich dir“ – solche Momente sollten schadlos vorüber gehen“

Bärenstark ins Leben – das ist das Motto und der Name des Projektes, für das sich Angela Miksch (60 Jahre) seit letztem Herbst engagiert. Bärenstark ins Leben ist ein Patenschaftsprojekt des Sozialdienst katholischer Frauen e.V. und richtet sich an junge Familien, die sich Entlastung durch einen Paten oder eine Patin wünschen.

Angela Miksch, die ursprünglich aus Frankfurt an der Oder kommt, viele Jahre in Bielefeld gelebt und gearbeitet hat, ist seit 2012 Wahlberlinerin; hier hat sie ihre Tochter in der Nähe und kann Freunde von früher treffen. Zunächst hat sie versucht, beruflich in der Stadt Fuß zu fassen. Anknüpfungspunkte hätte sie genug zu bieten: Angela Miksch ist gelernte Chemielaborantin, studierte Diplom-Ingenieurin für Agrarwesen und Kosmetikerin. In diesem Bereich war sie beruflich selbständig und zuletzt als Dozentin an einer Schule tätig. Aber der Berliner Arbeitsmarkt hatte bisher noch nicht das Richtige zu bieten… Stattdessen stieg sie als Familienpatin ins ehrenamtliche Geschäft ein. Eine kleine Anzeige in einem Wochenblatt war der Türöffner. Sie vereinbarte einen Termin mit dem Sozialdienst katholischer Frauen, um mehr über das Ehrenamt einer Familienpatin zu erfahren.

Hauptziel des Projektes ist es, das es den Kindern gut geht. Nicht immer sind die Großeltern in der Nähe ihrer Enkel und auch Freunde haben nicht immer Zeit, weil sie arbeiten müssen. „Da ist es doch wunderbar, wenn es solche wie mich gibt!“ Dass Angela Miksch selbst nicht konfessionell gebunden ist, spielt keine Rolle, diese Neutralität des Trägers findet sie sehr beeindruckend.

Bevor Angela Miksch ihren neun Monate alten Patensohn und seine allein erziehende Mutter kennen gelernt hat, absolvierte sie eine Ausbildung zur Familienpatin. Was sind die Aufgaben einer Patin, welche nicht? Und wie gehe ich mit schwierigen Situationen um? Dies sind wichtige Fragen, die im Vorfeld geklärt sein müssen, bevor der Kontakt zu den Familien hergestellt wird. Aber auch nach der Ausbildung werden die Paten begleitet. Regelmäßig finden Treffen zum Erfahrungsaustausch statt, aus denen Angela Miksch immer „hochmotiviert“ rausgeht.

Seit Januar trifft sie sich einmal in der Woche mit ihrer Patenfamilie. Mutter und Sohn wohnen in Gesundbrunnen. Je nach Wetter und Bedarf der Mama spielt Angela Miksch mit dem Kleinen oder packt das Kind in die Kutsche und sorgt dafür, dass die Mutter ein wenig Zeit für sich hat. Am Anfang waren beide Seiten natürlich zurückhaltend. Für Angela Miksch aber war klar: „Ich steh´ zur Verfügung, wenn die Mutter es möchte“. Mittlerweile, so die Familienpatin, habe sich eine „wunderbare Symbiose“ ergeben.

Vielen Dank Angela Miksch!

MJ

 

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