Ehrenamtliches Engagement hat therapeutische Wirkung

„Aus alt mach neu“: das ist das Motto von Cora Lies Nähcafé, das sie ehrenamtlich einmal wöchentlich in der NachbarschaftsEtage in der Osloer Straße im Wedding anbietet. Statt wegwerfen und neu kaufen, geht es der gelernten Schneiderin und studierten Mode-Designerin vielmehr darum, aus alten, aber deshalb noch längst nicht nutzlosen Kleidungsstücken Neues zu gestalten. Aus einer Hose kann immer noch ein Rock werden, aus einer Gardine ein tolles Faschingskostüm oder aus dem Handtuch lustige Waschlappen.
Die Idee, sich ehrenamtlich zu engagieren, hatte die Pankowerin und Mutter zweier Kinder schon länger. Eine kleine Internetrecherche brachte dann zutage, dass im Nachbarbezirk sechs Nähmaschinen darauf warteten, sinnvoll genutzt zu werden. Bereits in ihrem Studium hatte sich Cora Lie mit den Entwicklungen in der Textilindustrie auseinander gesetzt: „Es gibt einfach ein Zuviel an Kleidung auf dem Markt“. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement möchte Cora Lie dazu beitragen, dass Frauen nicht nur auf die Modeindustrie angewiesen sind, nicht unbedingt das kaufen müssen, was in den Läden angeboten wird, sondern sich stattdessen an die Nähmaschine setzen, um selbst etwas herzustellen. Es lohnt sich, weiß Cora Lie zu berichten, wenn man am Ende staunend sagen kann: „Das hast du selbst gemacht!“ Das hat therapeutische Wirkung… Auch sie selbst profitiert von dem Nähcafé: „Mir macht es Freude, anderen Menschen etwas weiterzugeben, ihnen zu zeigen, wie sie etwas Eigenes anfertigen können und ich selber komme bei dieser Gelegenheit auch mal wieder zum Nähen.“

 

Vielen Dank Cora Lie!

 

MJ

Engagiert in Pankow

 
Logos der Förderer des Stadtteilzentrum Pankow