"Ich habe im Leben viel bekommen...

also will und kann ich auch was zurückgeben“, sagt Ingrid Schwalenberg. Und das tut sie im Nachbarschaftscafé des Stadtteilzentrums Pankow. Hier hat sie nette Menschen gefunden.

Nur einige Monate nach dem Tod ihres Mannes hatte sie sich vorgenommen, ihr Leben neu zu ordnen, mehr mit anderen zusammen zu sein. „Man muss sich selber auf den Weg machen – entweder vereinsamen oder rausgehen und Kontakte schließen.“ Ihr funktionierender Freundeskreis ist gut – Konzert- und Theaterbesuche stehen auf der Tagesordnung, reichte Frau Schwalenberg aber nicht.

Vieles hat Ingrid in ihrem Leben schon gemacht: In den letzten 20 Arbeitsjahren hat sie für Kunstgewerbeläden gearbeitet und Kurse für Textilgestaltung gegeben. Bereits seit vielen Jahren ist sie – ebenfalls ehrenamtlich – im und für den Förderkreis der Komischen Oper tätig.

Im Nachbarschaftscafé kommt ihr zugute, dass sie Erfahrungen im Umgang Menschen, auch mit jungen Menschen, hatte. „Man muss reden miteinander, dann kann man auch Konflikte lösen“, so ihr Credo.

Seit September 2009, fast von Beginn an, ist Frau Schwalenberg im Statteilzentrum ehrenamtlich engagiert. „Es herrscht eine gute Atmosphäre, die Woche ist strukturiert und man hat seine Aufgaben. Hier sind Menschen, mit denen ich gerne zusammen bin.“ Zweimal im Jahr gibt es gemeinsame Treffen der Cafégruppe außerhalb des Hauses, die Möglichkeiten für persönliche Gespräche bieten.

Hilfreich ist ganz sicher, so Ingrid Schwalenberg, dass die Gruppe selbständig agieren kann, nicht bevormundet wird. Und dass das Klima im gesamten Haus freundschaftlich ist.

Besonders beeindruckt Ingrid, dass „…die jungen Leute, die jungen Eltern und deren Kinder, sich respektvoll verhalten“. Andernfalls wäre sie sicher nicht mehr im Café tätig. Ein berührender Moment war auch, als sie als ‚Ersatz-Oma‘ angefragt wurde.

Eigentlich nicht so sehr verwunderlich, ist Ingrid Schwalenberg doch freundlich, hilfsbereit, zurückhaltend und auf andere eingehend, so wie man sich eine Oma wünscht.

„Ich freue mich, dass ich im Alter noch gebraucht werde.“

Wir wünschen Ingrid Schwalenberg und dem Nachbarschaftscafé, dass es noch viele Jahre so bleibt.

Herzlichen Dank!

 

KS

Engagiert in Pankow

 
Logos der Förderer des Stadtteilzentrum Pankow