KATRIN UND IVANA VOM KLEIDER - TREFF

Am 18. Juli wurde im Stadtteilzentrum Pankow, Schönholzer Str. 10-11, der Kleider-Treff für Geflüchtete und alle, die nach schöner, kostenloser Kleidung suchen, eröffnet.
Endlich ist mehr Platz.
Katrin Senf, Ivana Sustrova und ihre ehrenamtlichen Kolleginnen fühlen sich in ihrem neuen Domizil wohl.

Beide wollten sich im Unterstützungskreis vom Flüchtlingsheim Mühlenstraße gegen Rechts engagieren.
Katrin Senf ist seit Beginn, noch vor der Eröffnung des Heimes im Herbst 2013, dabei: „Damals waren die Vorfälle in Hellersdorf aktuell. Ich wollte, dass es hier anders läuft und dachte, wer spendet, zündet keine Häuser an.“ So kam sie zur Kleiderkammer im Flüchtlingsheim und wurde schnell Koordinatorin für die Kleiderkammer.
Ivana Sustrova zog 2014 nach Pankow. „Das war die Zeit der Pegida-Bewegung. Ich wollte etwas dagegensetzen und fand im Internet die Initiative Pankow-hilft.

Als die Arbeitsbedingungen im Heim durch den Heimbetreiber immer mehr erschwert wurden, war Anfang 2018 klar, sie müssen raus! 'Die Kleidermotten' - so nennen sich die Ehrenamtlichen des neuen Kleider-Treffs - gehören zum Unterstützungskreis Mühlenstraße 33, der ein Teil des Netzwerkes 'Pankow-hilft' ist.
Hier entstanden und entstehen Ideen und praktikable Lösungen: Mit Hilfe des Bezirksamtes fanden sie zwei neue Räume im Stadtteilzentrum in der Schönholzer Straße und bekommen seither einen Mietzuschuss.

Der neue Kleider-Treff wird bereits rege frequentiert, obwohl noch Sommerferien sind. Vier ehrenamtliche Mitarbeiterinnen sind mit umgezogen, derzeit sind sie schon zu acht. Und beide freuen sich, dass einige, die in der Vergangenheit weggingen, jetzt wiederkamen. „Natürlich bringt ein Umzug höhere Arbeitsbelastung, aber diese wurde zum Glück bewältigt. Doch es wäre schön, wenn noch weitere Unterstützer_innen dazukämen“, sagt Frau Sustrova.

Jeden Mittwoch von 14 - 18 Uhr kann jeder, der möchte, Kleidung für sich aussuchen und kann auch gerne etwas Geld in die Spendenbüchse stecken. Zu dieser Zeit kann man/frau auch Kleidung bringen oder aber zu anderer Zeit einfach in eine orangefarbene Tonne auf dem Treppenabsatz legen.

Unter den 'Kleidermotten' herrscht eine freundliche, kollegiale Atmosphäre. Wir machen unsere Absprachen direkt und Termine über eine Doodle-Liste. Einen Chef wollen und brauchen wir nicht, dann wären wir nicht mehr dabei“, sind sich beide einig.
Alle paar Wochen treffen sich die Ehrenamtlichen abends, meist bei jemandem zu Hause und jeder bringt was mit. Beim Essen und Trinken wird dann alles besprochen, was ansteht. Das ist seit Jahren zu einer beliebten und bewährten Tradition geworden.

Wir wünschen den 'Kleidermotten' alles Gute in ihren neuen Räumen.

Vielen Dank für das Gespräch!


KS

 

Engagiert in Pankow

 
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